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Heinrich Böll  

Geburtsdatum: 1917-12-21
Geburtsort: Köln.
Todesdatum: 1985-07-16
Todesort: Langenbroich

Der deutsche Literat und Nobelpreisträger schrieb Gedichte, Kurzgeschichten und Romane, von denen auch einige verfilmt wurden. Zu seinen erfolgreichsten Werken zählen "Billard um halbzehn", "Ansichten eines Clowns" und "Gruppenbild mit Dame"...

Biografie

Heinrich Böll wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren. Sein Vater, Viktor Böll, war Schreiner und Bildhauer.

Ab 1924 besuchte er die Volksschule und ging vier Jahre später zu dem staatlich humanistischen Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Köln. Nach Ablegung des Abiturs begann er eine Lehre als Buchhändler in Bonn. Doch diese Ausbildung brach er wieder ab.

Im Alter von 17 Jahren fing er an, erste Gedichte zu schreiben.

Im Jahr 1938 wurde Böll zum Arbeitsdienst eingezogen. Hier wurde er in Frankreich, der Sowjetunion, Rumänien, Ungarn und in Deutschland eingesetzt. Jahre später geriet er für ein halbes Jahr in Gefangenschaft.

Im Jahr 1942 heiratete er Annemarie Cech, die er sechs Jahre vorher kennen gelernt hatte. Sie war Lehrerin. Böll bekam mit ihr drei Söhne.

Als er 1945 nach Köln zurückkehrte, begann er sein Studium der Germanistik. In der Zeit fing auch seine schriftstellerische Tätigkeit an.

Das erste Buch „Der Zug war pünktlich“ wurde 1949 veröffentlicht. Danach folgte „Wanderer kommst du nach Spa…“ Dieses Werk war ein Sammelband mit 25 Kurzgeschichten.

Im Jahr 1951 bekam Böll den Preis der Gruppe 47 für seine satirische Geschichte „Die schwarzen Schafe“. Auch der Antikriegsroman „Wo warst Du Adam“ wurde veröffentlicht.

Zwei Jahre später beendete er den Roman „Und sagte kein einziges Wort“. Hierin erzählte er die Geschichte eines Heimkehrers, der durch das Elend der Lebens- und Wohnverhältnisse eine gefährdete Ehe führte.

In den fünfziger Jahren erschienen noch weitere Romane wie „Haus ohne Hüter“, „Das Brot der frühen Jahre“, diese Erzählung wurde sogar 1962 verfilmt und ein Reisebericht „Irisches Tagebuch“ erschien. Dieses Land hatte er zuvor bereist.

Im Jahr 1958 erhielt Böll für „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen und andere Satire“ den Eduard-von-der-Heydt-Preis der Stadt Wuppertal.

Ein Jahr danach bekam er wieder einen Preis und zwar den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalens für den Roman „Billard um halbzehn“.

Der Bestseller „Ansichten eines Clowns", der verfilmt und als Theaterstück inszeniert wurde, erschien 1963.

Im Jahre 1967 bekam er den Georg Büchner Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Im Jahr 1971 schrieb er „Gruppenbild mit Dame“. Dieser Roman wurde später auch verfilmt. Im selben Jahr wurde er zum Präsidenten des internationalen PEN-Clubs gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1974 inne.

Kurz danach wurde sein Artikel „Will Ulrike Meinhof Gnade oder freies Geleit?“ im Spiegel veröffentlicht. Dieser brachte ihm öffentliche Kontroversen ein. Sie bekam wirklich freies Geleit.

Den Nobelpreis für Literatur bekam er 1972, der nach 43 Jahren zum ersten Mal wieder an einen deutschen Schriftsteller vergeben wurde.

Im Jahr 1974 gewährte Böll Alexander Solschenizyn Aufnahme. In dieser Zeit erschienen auch die Bücher „Die verlorene Ehe der Katharina Blum“ und „Berichte zur Gesinnungslage der Nation“.

Fünf Bände einer Werksausgabe und „Einmischung erwünscht. Schriften zur Zeit“ erschienen zu seinem 60. Geburtstag. Im Jahr 1983 wurde Böll zum Professor ernannt und gleichzeitig wurde er Ehrenbürger der Stadt Köln.

Am 16. Juli 1985 starb Heinrich Böll nach langer schwerer Krankheit in Langenbroich. Drei Tage danach wurde er auf dem Friedhof von Bornheim-Merten bei Bonn beigesetzt. Hierbei war auch Bundespräsident von Weizsäcker anwesend.

Posthum erschien sein letztes Buch „Frauen vor Flusslandschaft“.